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MAR 2015

Funkenlöschanlagen minimieren Explosionsgefahren

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durch zündende Funken

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„Der Umstand, dass in einem Industriebetrieb jahrzehntelang kein Brand ausgebrochen ist, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“ – So heißt es in einer Urteilsbegründung des OVG Lüneburg vom 23. Sept. 1976. In Silos, Filtern, Bearbeitungsmaschinen sowie pneumatischen und mechanischen Förderanlagen kommt es durch Funkenflug oder versteckte Glimmnester immer wieder zu Bränden und Explosionen. Als wesentlichen Bestandteil des technischen Brandschutzes kommen in vielen Betrieben Funkenlöschanlagen zum Einsatz.

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Funkenflug wird in der Regel durch die Ma- schinen oder Materialverunreinigungen er- zeugt. Produktionsausfälle, hohe Sachschä- den und die Gefährdung von Menschenle- ben sind die Folge. „Um dieses Risiko aus- zuschließen, müssen Maschinen und Absauganlagen auf Funkenflug überwacht und durch Funkenlöschanlagen gesichert werden“, betont Dipl.-Physiker Thomas Warnecke, Geschäftsführer von T&B elect- ronic. „Unsere neueste Zentralen-Generati- on mit schnelleren Löschautomatiken ent- spricht den Richtlinien des deutschen Ver- bandes der Sachversicherer (VdS) und bie- tet größtmögliche Sicherheit beim Schutz von Maschinen, Fördereinrichtungen, Fil- tern und Silos. Durch die neuentwickelte Löschautomatik sind wir in der Lage, ex- trem geringe Abstände zwischen Funkener- kennung und Löschung zu realisieren, die weit unter den bisherigen Standardwerten der VdS-Richtlinie liegen“, hebt Warnecke hervor. Die Funkenerkennung (A) wird mit zwei Funkenmeldern realisiert, die den gesamt- en Rohrleitungsquerschnitt überwachen. Die Funkenlöscheinrichtung (B) besteht aus einem schnell öffnenden Magnetventil sowie mindestens einer Löschdüse. Gegen Verschmutzung sind die Löschdüsen mit einem Verschluss versehen. Die Löschung wird solange aufrechterhalten, bis der letz- te, erkannte Funken (C) die Löschstrecke passiert hat, dann schließt die Löschauto- matik selbstständig. Die Funkenlöschanla- ge bleibt weiterhin einsatzbereit, sodass ein neu entstehender Funkenflug sofort wieder bekämpft werden kann. Die minimale Löschzeit beträgt fünf Sekunden und ver- längert sich automatisch bei andauerndem Funkenflug. Durch eine einstellbare Fun- kenschwelle kann eine Maschinenabschal- tung (D) vorgenommen werden. Die Anzahl der erkannten Funken sowie die Auslöse- schwelle werden an der Funkenmeldezent- rale angezeigt. Volle Integration Die neue Generation von Funkenmelde- zentralen BM 6 hat eine automatische Mel- dertesteinrichtung. Die Funkenmeldezent- ralen können bis zu 2500 Feuermeldungen oder Störungen speichern und als Klartext anzeigen. Die Anbindung an ein kunden- seitiges Netzwerk ist über eine OPC-Schnitt- stelle möglich. Ferner bietet die Anlage die Autor: Matthias Vogt, Serviceleiter, T&B electronic GmbH, Alfeld  VERFAHRENSTECHNIK 4/2011 Matthias Vogt „Der Umstand, dass in einem Industriebetrieb jahrzehntelang kein Brand ausgebrochen ist, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“ – So heißt es in einer Urteilsbegründung des OVG Lüneburg vom 23. Sept. 1976. In Silos, Filtern, Bearbeitungsmaschi- nen sowie pneumatischen und mechanischen Förderanlagen kommt es durch Funkenflug oder versteckte Glimmnester immer wieder zu Bränden und Explosi- onen. Als wesentlichen Bestandteil des technischen Brandschutzes kommen in vielen Betrieben Funkenlöschanlagen zum Einsatz. Foto: James Thew@www.fotolia.de Möglichkeit der Fernwartung über eine In- ternetschnittstelle. „Alleine in Deutschland sind mir aus dem Vorjahr sieben Trocknerbrände in der Pel- letindustrie bekannt“, belegt Warnecke die Aktualität der Brandgefahren. „Wenn das Band im Trockner durchbrennt, steht die Produktion schnell einige Tage still. Der Brand kostet dann leicht mehrere 100 000 Euro.“ „Im Zuge des Pelletsbooms wurden in Europa enorme Kapazitäten geschaffen“, berichtet Warnecke. „Das Vorjahr war für uns trotz Wirtschaftskrise das beste Ge- schäftsjahr seit mehr als 25 Jahren.“ Bezo- gen auf das Investitionsvolumen eines ganzen Pelletwerkes betragen die Kosten für den Brandschutz ca. 1 %. „Für den Kun- den ist der Brandschutz am kostengünstigs- ten zu realisieren, wenn wir bereits in der Planungsphase eingebunden sind. Dann lassen sich kundenspezifische Schutzkon- zepteoptimalumsetzen“,erklärtWarnecke. Bei über 20 Pelletwerken in ganz Europa hat das Unternehmen 2010 den Brand- schutz vorgenommen. Es gab Projekte in Österreich, der Schweiz, Spanien, Belgien, den Niederlanden, Russland und Griechen- land. Erst vor einem halben Jahr hat man bei der RZ Holzindustrie in Bad St. Leon- hard eine Funkenlöschanlage installiert. Bei der neuen Pelletsproduktion von Areva Bio- energy in Belgien wurde die Funkenlösch- anlage vor Kurzem in Betrieb genommen. In einer Produktionsanlage in Schott- land hat das Unternehmen ein spezielles Schutzkonzept gemeinsam mit dem Kun- den entwickelt. Hier sorgt eine Kombinati- on aus Funken- und Flammenmeldern so- wie einer speziellen Trocknerlöschung für Die minimale Löschzeit beträgt fünf Sekunden und verlängert sich automatisch bei andau- erndem Funkenflug (A: Funkenerkennung, B: Funkenlöscheinrichtung, C: erkannte Funken, D: Maschinenabschaltung) optimalen Brandschutz. Flammenmelder reagieren auf die Flackerfrequenz und er- kennen ca. 5 cm hohe Flammen auf 15 m Entfernung. „Der Flammenmelder schaut durch den ganzen Trockner“, veranschau- licht Warnecke. Installation und Wartung T&B electronic bietet neben der reinen Wartung der Anlagen auch weitere Dienst- leistungen wie Wintercheck (Überprüfung vor der Frostperiode auf Mängel an Isolie- rung, Begleitheizung etc.) oder eine Altan- lagenprüfung (Überprüfung des Löschwas- serrohrnetzes auf Korrosion und Ablage- rungen) an. Auch eine Überprüfung der elektrischen Anlagenteile gemäß Arbeits- stättenverordnung gehört zum Leistungs- umfang. „Wir entlasten unseren Kunden damit von seinen umfangreichen gesetz- lichen Betreiberaufgaben. Im Normalfall ist eine halbjährliche Wartung ausreichend, bei einem Dreischichtbetrieb empfehlen wir eine vierteljährliche Inspektion“, erläu- tert Warnecke. Das 1984 gegründete Unternehmen hat Vertretungen in 60 Ländern. „Wir sind mit 20 Mitarbeitern zwar ein vergleichsweise kleiner Betrieb, bieten aber über 30 Schutz- konzepte für die verschiedene Applikati- onenan“,führtderGeschäftsführeraus. Für die Zukunft erwartet der Geschäfts- führer weiterhin jede Menge Arbeit. „In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es über 80 000 Betriebe in der Holzver- arbeitung inklusive Tischler und Möbelin- dustrie. Davon verfügen erst 20 % über eine Funkenlöschanlage. Die Versicherungen ge- ben bei der Installation von Funkenlöschan- lagen Rabatte bis 15 %. Und schaffen so ei- nen zusätzlichen Anreiz für die Installation dieser innovativen Brandschutzsysteme“ T&B elecTronic 26241300 www.vfv1.de/26241300
 
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