SchuettgutPortal
Suchen

     

     

Bleiben Sie auf dem neuesten Stand!

Bleiben Sie am Ball!
Lesen Sie unseren
mtl. Newsletter

Ihre Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinien.

MAR 2015

Neue Richtlinien für Funkenlöschanlagen

Per E-Mail senden
Twittern Sie diesen Bericht

Download Artikel als PDF
Ihnen wird sofort ein Download-Link zugesandt.
Sie erhalten ausserdem ein Probeexemplar unseres Newsletters. Wenn Sie bereits in unserer Mailingliste sind, wird die PDF sofort geöffnet.

Die Grundlagen der VdS-Funkenlöschrichtlinie 2106 stammen aus den 90er Jahren und da sich sowohl die Anforderungen der Versicherer an den anlagentechnischen Brandschutz, als auch die verfahrenstechnischen Abläufe in der holzverarbeitenden Industrie weiterentwickelt haben, war eine Überarbeitung der Richtlinie zwingend erforderlich. Eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten begann Anfang 2012, diese Richtlinie entsprechend dem aktuellen Stand der Technik zu überarbeiten und sie so zu gestalten, dass sie im Aufbau anderen VdS-Richtlinien entspricht.

Die Aufgaben der Arbeitsgruppe waren:
* Definition des anerkannten Funkenlöschanlagen-Errichters auf Basis eines anerkannten Systems,
* Erstellung neuer Schutzkonzepte für Pellet- und Recyclinganlagen,
* Erstellung von Kontrollprogrammen zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft,
* Verbesserung der Aussagekraft des Installationsattestes und der Dokumentation,
* Definition der Anforderungen an die Maschinenabschaltung.

Die neue Richtlinie wurde Anfang 2013 durch den Arbeitskreis verabschiedet und ist nun maßgebend für alle Funkenlöschanlagen, die nach dem 1. Mai 2013 von anerkannten Errichtern in Auftrag genommen werden

Mehr Informationen

Firmeninformationen

Fachbeiträge

Vollständiger Text

Die Aufgaben der Arbeitsgruppe waren: • Definition des anerkannten Funken- löschanlagen-Errichters auf Basis eines anerkannten Systems, • Erstellung neuer Schutzkonzepte für Pellet- und Recyclinganlagen, • Erstellung von Kontrollprogrammen zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft, • Verbesserung der Aussagekraft des In- stallationsattestes und der Dokumenta- tion, • Definition der Anforderungen an die Maschinenabschaltung. Die neue Richtlinie wurde Anfang 2013 durch den Arbeitskreis verabschiedet und ist nun maßgebend für alle Funkenlösch- anlagen, die nach dem 1. Mai 2013 von an- erkannten Errichtern in Auftrag genom- men werden. Definition eines VdS-anerkannten Sys- tems Grundlage der VdS 2106 sind die zu- gelassenen Funkenlösch-Systeme der ein- zelnen anerkannten Errichter. Nur mit den Komponenten dieser Brandschutzsysteme werden die Risikobereiche des Schutzobjek- tes zuverlässig gegen Funkenflug, Brand und Explosion geschützt. Was genau bedeutet „VdS-zugelassenes System“? VdS Schaden- verhütung prüft im Rahmen der Systeman- erkennung alle Komponenten eines Funken- löschsystems in eigenen Laboratorien und stellt durch wiederkehrende Produktaudits beim Hersteller der Funkenlöschanlage si- cher, dass die Brandschutzsysteme stets nach den gleich hohen Anforderungen gefertigt und getestet werden. Zusätzlich muss der Errichter des Brandschutzsystems nachwei- sen, dass er jährlich eine bestimmte Anzahl von Funkenlöschanlagen gemäß den VdS- Richtlinien mängelfrei projektiert und in- stalliert hat. Die Firma T&B electronic er- füllt die genannten Kriterien und ist damit zugelassener Hersteller und Errichter eines anerkannten Funkenlösch-Systems. Definition des Schutzumfanges Sinn macht der Einsatz eines VdS-zugelassenen Systems nur, wenn die Funkenlöschanla- ge auch vollumfänglich gemäß der gülti- gen Richtlinie installiert wurde. Erstaunli- cherweise werden bei Risikoanalysen unter- schiedlichste betriebliche Risiken betrachtet, der vorbeugende Brandschutz bleibt jedoch oft unberücksichtigt. Dies ist umso unver- ständlicher, als Betriebsunterbrechungen infolge der Brände hohe Folgekosten nach sich ziehen und die Existenz eines Produkti- onsbetriebes gefährden können. Außerdem bieten Sachversicherer in der Regel hohe Ra- batte bei der Installation von vorbeugenden Brandschutzsystemen an. Für den Betreiber ist der Brandschutz am günstigsten zu realisieren, wenn der Errich- ter des Brandschutzsystems bereits in der Planungsphase eingebunden wird. Dann lassen sich kundenspezifische Schutzkon- zepte optimal umsetzen, die sich gemäß den Anforderungen der neuen Richtlinie im In- stallationsattest sowie in der Anlagendoku- mentation widerspiegeln sollen. Wichtig ist auch die Realisation einer systematischen Maschinenabschaltung im Falle eines an- dauernden Funkenfluges. Nur durch eine Abschaltung kann sichergestellt werden, dass Brände sich nicht in andere Anlagen- bereiche ausbreiten. Das Abschaltkonzept ist vom Betreiber mit Unterstützung des Errich- ters zu erstellen und stellt eine wesentliche Betreiberpflicht dar. Ohne ein schlüssiges Konzept zur Betriebsmittelansteuerung ver- weigern die Versicherer die Anerkennung der installierten Anlage. Installation der Anlage durch anerkann- ten Errichter Entsprechend dem Stand der Technik wurden die Anforderungen an die Halterung der Löschwasserleitungen den Forderungen für Sprinkler-Anlagen ange- passt. Zusätzlich wurden Pressfitting-Syste- me in Kupfer und Edelstahl in die Richtlinie aufgenommen. Diese Systeme ermöglichen kostengünstigere Montagen als herkömm- liche Gewindeverbindungen. Zwingend ist nach erfolgter Installation eine Isometrie des Rohrnetzes zur erstellen und durch die hauptverantwortliche Fachkraft des Errich- ters eine hydraulische Berechnung durchzu- führen. Nur so kann sichergestellt werden, dass an allen Löschautomatiken der notwen- dige Fließdruck anliegt. Insbesondere an die Dimensionierung und Leistungsfähigkeit der Wasserversorgung und an die Auslegung des Druckbehälters werden nun wesentlich hö- here Anforderungen gestellt als bisher. Zu einer VdS-konformen Installation gehören stets mindestens zwei Melder, die sich aus Gründen der Redundanz in zwei separaten Gehäusen befinden müssen. Erhaltung der Betriebsbereitschaft, Wartung und Inspektion Die wiederkeh- renden Prüfungen beim Anlagenbetreiber stellen in Verbindung mit den erforderli- chen Inspektionen und Wartungen durch den zugelassenen Errichter sicher, dass die Brandschutzsysteme stets einsatzbereit sind. Für Betreiber und Errichter sind Kontroll- programme zur Erhaltung der Betriebsbe- reitschaft definiert. Eine Nichtbeachtung dieser Kontrollprogramme gefährdet den Versicherungsschutz im Schadenfall. Zu- 7/8.2014  sätzlich kommt der Betreiber nur bei Ein- haltung der in der DIN 0833 vorgesehe- nen Inspektions- und Wartungsintervalle seinen gesetzlichen Verpflichtungen nach. Der Verzicht auf Inspektionen und War- tungen kann ebenfalls den Versicherungs- schutz gefährden. Neue Schutzkonzepte für die Holz ver- arbeitende Industrie In Europa ereignet sich im Schnitt täglich eine Staubexplosion. Die Gefahr einer solchen Explosion besteht grundsätzlich überall, wo brennbare Stäube auftreten, deren Konzentration in der Luft „stimmt“ und es eine Zündquelle gibt. Um dieses Risiko auszuschließen, müssen Ma- schinen und Absauganlagen auf Funkenflug überwacht und durch Funkenlöschanlagen gesichert werden. Das Funktionsprinzip einer Funken- löschanlage gemäß VdS 2106 erklärt sich folgendermaßen: Die Funkenerkennung (A) wird mit mindestens zwei Funkenmel- dern realisiert, welche den gesamten Rohr- leitungsquerschnitt überwachen. Die Fun- kenlöscheinrichtung (B) besteht aus einem schnell öffnenden Magnetventil sowie min- destens einer Löschdüse. Gegen Verschmut- zung sind die Löschdüsen mit einem Ver- schluss versehen. Die Löschung wird solan- ge aufrechterhalten, bis der letzte erkannte Funken (C) die Löschstrecke passiert hat, dann schließt die Löschautomatik selbststän- dig. Die Funkenlöschanlage bleibt weiterhin einsatzbereit, so dass ein neu entstehender Funkenflug sofort wieder bekämpft wer- den kann. Die minimale Löschzeit beträgt mindestens drei Sekunden und verlängert sich automatisch bei andauerndem Fun- kenflug. Durch eine einstellbare Funken- schwelle kann eine Maschinenabschaltung (D) vorgenommen werden. Die Anzahl der erkannten Funken sowie die Auslöseschwelle werden an der Funkenmeldezentrale ange- zeigt. Die Funkenmelder haben eingebaute Testeinrichtungen und die Funkenmelde- zentralen (H) eine automatische Melderte- steinrichtung. Die Funkenmeldezentralen können Alarmmeldungen oder Störungen speichern und als Klartext anzeigen. Die Anbindung an ein kundenseitiges Netz- werk ist möglich. Die T&B electronic GmbH aus Alfeld ist ein Unternehmen, das sich seit 1984 in die- ser Branche mit umfangreichen Erfahrun- gen als Errichter von Funkenlöschanlagen einen Namen gemacht hat und sich das Ziel gesetzt hat, den Kunden immer die passen- de Lösung für jede Anwendung anzubieten. uwww.tbelectronic.eu Absaug- und Filtertechnik 3 Abb. 1: Funkenlöschanlagen können sich beim Schutz von Filtern in Sekunden amortisieren Abb.2: VdS-konforme Installation mit zwei Funkenmeldern Abb. 3: Funktionsprinzip einer Funkenlöschanlage gemäß VdS 2106 Abb. 4: Holz verarbeitendes Unternehmen mit Filter- und Siloanlage
 
 .
 .
 .